Stadtquartier
Eibengasse
Wien
2025 –
—
Wohnbau
Größe
4.550m² NFL
Status
geladener Wettbewerb 1.Preis
Auftraggeber
Heimat Österreich.
Projektpartner
BELT
Mitarbeit
David Eibensteiner
Alexander Thoma
Im Nordosten Wiens entsteht zwischen der Erzherzog-Karl-Straße und der Langobardenstraße das Stadtquartier Eibengasse. Das Projekt, am nördlichen Rand verortet, grenzt im Westen an einen der verbliebenen Gärtnereibetriebe sowie im Norden an die Erzherzog-Karl-Straße und fungiert als Quartierseingang. In Richtung Straße und Adressader formuliert es eine aktive Sockelzone, in der sich gewerbliche und gemeinschaftliche Nutzungen finden, die die vorgelagerte urbane Vorzone beleben. In Richtung Gärtnerei lädt das Grüne Hinterland mit gemeinschaftlichen und privaten Gartenbereichen zum Wohnen auch im Erdgeschoss ein. Das freistehende Gebäude formuliert eine eigenständige Silhouette, definiert durch zwei äußere Hochpunkte und einen gefassten Mittelteil.
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Dem Thema des Eingangs ins grüne Stadtquartier verschreibt sich das Projekt konsequent: neben Baumpflanzungen, Grünflächen und versickerungsfähigen Belägen unterstreicht die Fassadenbegrünung als vorgesetztes Grünes Kleid den Gesamtcharakter des Quartiers. Durch die gezielte Bündelung der Fensterflächen, etwa in Form zusammengefasster Zimmerfenster, sowie durch die Belichtung von Wohnräumen und Küchen über großzügig verglaste Loggien, werden zusammenhängende, weitgehend geschlossene Fassadenbereiche freigehalten. Die Fassade wird dabei anhand wiederkehrender Elemente gegliedert: Beton-Gesimse, vertikale Stahlstäbe, dazwischengespannte Begrünungsgitter und schlanke Balkone mit zarten Balkongeländern vermitteln ein detailliertes Erscheinungsbild des Grünen Kleides.
In den beiden Hochpunkten werden die Loggien durch vorgelagerte, schmale Balkone ergänzt, wodurch eine fein abgestufte Tiefenwirkung der Fassade entsteht. Der Zugang erfolgt über ein großzügiges gemeinsames Entrée im Mittelteil. Von hier spannt sich im EG eine längs verlaufende Erschließungsspange auf und verbindet neben den beiden in die Hochpunkte führenden Treppenhäusern auch Büroflächen im Norden (Verwaltung Wohngruppen, Homeoffice), den gartenseitigen Gemeinschaftsraum im Süden sowie dazwischenliegende Nebenräume (Kinderwagen, Fahrrad, Müll).
Das gewählte Erschließungssystem gewährleistet für den Großteil der Wohnungen eine mindestens zweiseitige Belichtung und damit auch die Möglichkeit der Querlüftung. Die Organisation der Wohnungen definiert die Lage der Sanitärzonen im Inneren, während die Küchen bewusst nach außen orientiert sind. Zusammen mit den angrenzenden, großzügig eingeschnittenen und verglasten Loggien – den sogenannten Gartenzimmern – bilden sie den zentralen, offenen Bereich der Wohnung. Die Loggien werden durch schmale Balkone ergänzt, die sich vor das Küchenfenster erstrecken und zur individuellen Begrünung einladen.